Was machen Bienen im Winter?

Bienenbeuten im SchneeJetzt, da uns der Winter mit frostigen Temperaturen und Schnee eingeholt hat, wärmen wir uns zu Hause gerne mit einem heißen Tee, vielleicht gesüßt mit einem Löffel leckeren Honig. Aber was machen eigentlich unsere Honig-Produzenten während des Winters?

Im Winter verkleinert sich das Bienenvolk von 50.000 auf lediglich 10.000 Bienen - im Gegensatz zu den "Sommerbienen", die nur wenige Wochen alt werden, bleiben die Winterbienen allerdings bis zu 6 Monate am Leben. Sobald die Temperaturen sinken, rücken die Bienen dicht zu einer Kugel zusammen, der sogenannten Wintertraube. Mitten in dieser Traube sitzt die Königin, die im Winter die Bruttätigkeit eingestellt hat. Winterstarre oder Winterschlaf gibt es bei den Bienen nicht.

Wie Dachziegeln übereinander gestapelt erzeugen die Bienen in dieser Kugelform die zum Überleben notwendige Wärme. Selbst bei starken Minusgraden liegt die Temperatur innerhalb der Kugel bei ungefähr 25 Grad. Am Rand beträgt sie immer noch 8 Grad. Da bei den Bienen auch im Winter Teamwork angesagt ist, wechseln sie regelmäßig von innen nach außen. Die erforderliche Energie bezieht das Bienenvolk aus dem im Frühling und Sommer gesammelten Honig.

Da auch die Bienen irgendwann einmal "müssen" und sehr reinliche Tiere sind, starten sie im Winter bei Temperaturen über 12 Grad zum Reinigungsflug. Damit verhindern sie das Verkoten des Bienenstocks.

Der Imker hat in der Winterzeit wenig mit der Bienenpflege zu tun. Je seltener die Wintertraube gestört wird, umso besser. Mit dem Ohr von außen an der Bienenbeute kann der Imker hören, ob das Volk noch am Leben ist. Und bereits im Laufe des Februars ist an wärmeren Tagen der Fleiß der Bienen wieder gefragt, wenn die ersten Arbeiterinnen anfangen, den Pollen und Nektar einiger Frühblüher für die neue Brut zu sammeln.